Marie Wiese
Zu meiner Person
Jahrgang 63
Physiotherapeutin und Familienberaterin (Ausbildung bei Jesper Juul)
Mutter von 2 Töchtern, geboren 1990/93
Seit 1998 leite ich Eltern- und Kind-Gruppen und habe zusätzliche Schwerpunkte in Einzelberatungen, Seminaren, Fortbildungen und Vorträgen.
Bewegung ist ein zentrales Thema für mich, wobei es mir um die äußere und innere Bewegung geht. Mein Fokus richtet sich dabei auch auf die „Bewegung“ zwischen Menschen, besonders zwischen Eltern und Kindern.
Ich habe mich mit Themen auseinandergesetzt wie Körperarbeit, Arbeit nach Hengstenberg, Praxis der Achtsamkeit, Kommunikation, Trauerarbeit, Kleinkindpädagogik nach Emmi Pikler, vorbereitete Umgebung, Familiensysteme und Gestaltarbeit.
Mein Weg
Bewegung spielte schon immer eine große Rolle in meinem Leben. Am Anfang war es vorwiegend die äußere Bewegung, wie Tanz und Feldenkrais. Daran wurde mir deutlich, dass es keine äußere ohne gleichzeitige innere Bewegung gibt.
Eine weitere wichtige Erfahrung war, dass Bewegung nicht mit Leistung oder Wettkampf verknüpft sein muss.
Durch meine eigenen Kinder hat sich für mich noch auf eine andere Art gezeigt, wie bedeutungsvoll die Bewegungsentwicklung vor allem am Anfang des Lebens ist.
Inspiriert durch Elfriede Hengstenberg und Emmi Pikler, habe ich begonnen, Eltern- und Kind-Gruppen zu diesem Thema zu leiten.
Ich liebe es, Räume zu gestalten, in denen den Kindern viele Möglichkeiten für ihre Bewegungsentwicklung geboten sind und den Eltern die „Kompetenz“ ihrer Kinder sichtbar wird. Dort können die Kinder ihre innere Bewegung in äußere umsetzen. Das kann sich auf das Körperliche beziehen oder genauso auf das soziale Miteinander.
Ich sehe mich dabei als Begleiterin, vor allem als „Zeugin“ dieses Prozesses. Es kommt sehr selten vor, dass ich wirklich einschreite. Die Basis meiner Arbeit sehe ich in der Achtung vor der Integrität eines jeden Einzelnen, sowohl der Kinder als auch der Eltern.
Dieses Arbeitsfeld bietet den Kindern einen Raum, sich Selbst zu regulieren und etwas über sich selbst, den Kontakt zu anderen und den Umgang mit Material und Statik zu lernen.
Neben der unterstützend gestalteten Umgebung für die Entwicklung der Kinder ist nach meiner Erfahrung der Blick bedeutsam, mit welchem wir Eltern auf die Kinder schauen; welche innere Haltung wir dem Kind gegenüber einnehmen.
Deshalb rückte in meiner Arbeit die Beziehung zwischen Kind und Eltern immer mehr in den Vordergrund. Durch die Weiterbildung zur Familienberaterin, bei dem dänischen Familientherapeut Jesper Juul, konnte ich den Blick auf die Beziehungsqualität weiter ausbauen und mich so qualifiziert der Elternarbeit widmen.
Meine Erfahrung ist, dass unser Blick für unser Kind und unseren Partner weiter und entspannter wird, wenn wir als Eltern in der Familie mit unseren Gefühlen, Bedürfnissen, Träumen und Erlebnissen vorkommen und Raum haben. Dann fällt es viel leichter, unser Kind auf seinem Weg zu begleiten, anstatt es zu korrigieren, zu maßregeln oder voranzutreiben.
Ein großer Teil meiner Arbeit besteht heute darin, Kinder und Eltern in dem Prozess zu einer für alle befriedigenden und erfüllenden Beziehungsqualität zu begleiten.